Studieren mit Behinderung

Ausbildung für Jedermann: Fernstudium für Menschen mit Behinderungen

Eine gute Ausbildung ist heute das A und O für einen sicheren und guten Arbeitsplatz. Die Möglichkeit, sich intensiv mit einem spezifischen Fachbereich über einen längeren Zeitraum zu beschäftigen, verleiht einem mehrjährigen Studium zusätzliche Attraktivität. Allerdings ist es nicht für jeden ohne weiteres möglich, in eine neue Stadt zu ziehen und dort tagtäglich das Universitätsgelände zu besuchen.
Studentin im Rollstuhl leiht Bücher für ihr Fernstudium aus
Auch mit Behinderung ist ein Fernstudium möglich

Menschen mit Behinderungen, somatischen Störungen oder psychischen Erkrankungen haben zum Teil mit erheblichen Hürden und Barrieren zu kämpfen - manchmal zu einem Ausmaß, dass sich viele gar nicht erst trauen, den ersten Schritt zu wagen. Wenngleich sich viele Universitäten aufgrund dessen Stückchen für Stückchen auf Studenten mit solchen Einschränkungen einzustellen versuchen, gibt es noch andere Möglichkeiten für motivierte Studienanfänger, den angestrebten Abschluss zu erlangen. Zudem gibt es auch immer mehr Hilfestellungen und Infomaterial für Studieninteressierte mit Behinderung oder chronischer Krankheit sowie spezielle Fördermöglichkeiten.

Das Fernstudium hat mit Etablierung des Internets rasant an Zustimmung gewonnen. Verständlicher Weise, denn es bietet lernwilligen Menschen die Möglichkeit, unter vielen unterschiedlichen Umständen einen ansehnlichen Studienabschluss zu erlangen. Gerade für Menschen mit Behinderung ist ein solches Studium ideal; das Fernstudium ist zum Großteil und in einigen Fällen sogar vollständig frei von jeglicher Präsenzpflicht. Die Vorlesungsmaterialien werden zu Hause vom PC aus abgerufen und studiert, Hausaufgaben und Tests können online absolviert und per Mail an den Dozenten geschickt werden. Speziell ausgelegte Plattformen ermöglichen es den Fernstudenten, sich auch von zu Hause aus mit Kommilitonen, Tutoren und Dozenten auszutauschen. Durch ein Fernstudium fallen Sorgen wie problematische Universitätsgelände, beschwerliche Anreisen oder krankheitsbedingte Beschwerden weg. Die Zeiteinteilung erfolgt frei vom Studenten aus und unterliegt keinerlei Vorschriften, sofern das Lehrmaterial innerhalb der vorgegebenen Semesterzeit durchgearbeitet wird.

Um schlussendlich einen repräsentablen und arbeitsfördernden Abschluss vorzeigen zu können, müssen natürlich auch Prüfungen abgelegt werden. Da der Student sich bei dieser Prüfung keine externen Hilfeleistungen (bspw. Bücher, Internetquellen etc.) zur Seite stellen darf, besteht die gängige Methode darin, eine Präsenzprüfung abzulegen. Hierfür muss der Student an einem der Standorte der Fernuniversität erscheinen und dort die Prüfung ablegen. Damit der Student keinen langen und allzu beschwerlichen Anreiseweg hinter sich bringen muss, stellen Fernuniversitäten wie die IUBH eine große Anzahl an Standorten zur Verfügung - hier erhalten die Fernuniversitäten Unterstützung von klassischen Universitäten, welchen für den Termin einige ihrer Räume zur Verfügung stellen.

Doch für viele ist selbst die Anreise zur Prüfung mit Problemen verknüpft. Gerade für diejenigen, die eine längere Anreise haben, können oftmals keine besonders hohen Leistungen bei der Prüfung abliefern. Die Fernuniversitäten bemühen sich jedoch um die größtmögliche Gleichberechtigung und stellen daher Amtsträger zur Verfügung, deren Aufgabe es ist, den Prüfling zu Hause vor Ort den gesamten Prüfungszeitraum über zu überwachen um so sicherzustellen, dass keine der Vorschriften verletzt werden.

Aber auch die klassischen Universitäten geben sich Mühe, Studenten mit Handicaps eine freundliche Lernumgebung zu errichten. Mit stetigen Gebäudeerweiterungen, Nachteilsausgleichen und speziellen Regelungen soll es Menschen mit Behinderung, chronischen und psychischen Krankheiten durchgehend einfacher werden, das Studium so zu erleben, wie gesunde Studenten.