Studieren mit Behinderung

Privatkredite zur Studienfinanzierung - welche Möglichkeiten gibt es?

Privatkredite helfen, sinnvoll das Studium zu finanzieren. Günstige Zinsen, kleine Raten und eine schnelle Bearbeitungszeit sind nur einige der Vorteile.
So kannst Du auch ohne BAföG dein Studium finanzieren
Privatkredite zur Studienfinanzierung gibt es für Studenten zu besonders günstigen Konditionen

Nicht immer haben Studierende mit Behinderungen die Möglichkeit, für die Studienfinanzierung staatliche Unterstützung wie BAföG, Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen. Der Traum vom Studium muss aber daran nicht scheitern. Zunehmend interessanter wird in diesem Zusammenhang der Privatkredit: Gute Kredite können im Notfall helfen das Studium sinnvoll zu finanzieren, günstige Zinsen, kleinen Raten und einer schnellen Bearbeitung vorausgesetzt.

Wann greift die staatliche Unterstützung nicht bzw. wann ist diese nicht ausreichend?

Zwar sind die meisten Bachelor-Studiengänge grundsätzlich BAföG-förderfähig, jedoch müssen hierfür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die Förderung wird beispielsweise nicht gewährt, wenn die Förderhöchstdauer ohne schwerwiegende Gründe überschritten wird oder bei einem Überschreiten der Altersgrenze keine Ausnahmen geltend gemacht werden können. Auch ein nicht hinlänglich begründeter Fachrichtungswechsel oder das Fehlen des ab dem fünften Semester erforderlichen BAföG-Leistungsnachweises kann zu einer Einstellung der Zahlungen führen.

Wenn staatliche Unterstützung gewährt wird, kann es aber auch vorkommen, dass diese nicht zur Finanzierung der Hochschulausbildung genügt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn das Studium an einer privaten Universität oder Fernhochschule erfolgt. Die Gebühren für ein Bachelorstudium betragen in diesem Umfeld durchschnittlich 520 Euro im Monat, Lebenshaltungskosten nicht eingeschlossen. Dabei stellt ein Fernstudium an einer Privathochschule für einige Menschen mit Handicap häufig die einzig sinnvolle Möglichkeit dar, einen akademischen Grad zu erwerben.

Wann ist ein Privatkredit für die Finanzierung des Studiums sinnvoll?

Ein privater Kredit kann Studierenden mit Behinderung helfen, die stabile und nachhaltige Finanzierung ihrer Hochschulausbildung sicherzustellen, wenn keine staatlichen Förderungen infrage kommen oder nicht zum Lebenserhalt ausreichen. Als alleinige Finanzierung sollte sie dennoch die absolute Notfall-Lösung bleiben. Zwar ermöglicht der Privatkredit das schnellere Vorankommen im Studium und erhöht die Flexibilität, er bringt allerdings auch Risiken mit sich. Verzögert sich nämlich die Studiendauer oder erschwert sich der Berufseinstieg, drohen hohe Schulden und im schlimmsten Fall eine Privatinsolvenz.

Welche Möglichkeiten gibt es im privaten Kreditbereich?

In der Finanzsprache steht der Begriff Privatkredit für unterschiedliche Formen der Finanzierung. Es kann sich dabei beispielsweise um einen Kredit handeln, den Banken an Privatpersonen vergeben, aber auch um ein Darlehen von privat an privat oder einen Kredit über einen Vermittler.

1. Privatkredit von der Bank

Studienkredite werden durchaus auch von Privatbanken angeboten, einige treten hingegen nur als Vermittler von staatlich geförderten Krediten auf. In jedem Fall handelt es sich auch hier um verbindliche Kredite, die früher oder später zurückgezahlt werden müssen. Im Notfall ist der Weg in die Privatinsolvenz der einzige Weg. Überlegen Sie sich daher diesen Weg genau und nehmen Sie einen gründlichen Vergleich von Studentenkrediten vor. Sie werden grundsätzlich, im Gegensatz zu herkömmlichen Ratendarlehen, nicht auf einmal sondern in monatlichen Raten ausgezahlt. So lassen sich laufende Kosten decken. Außerordentliche Belastungen wie Studien- oder Prüfungsgebühren sind oft in einen individuellen Auszahlungsplan integrierbar. Bei der Rückzahlung ist in der Regel, z.B. bei der KFW, eine ein- bis zweijährige tilgungsfreie Phase eingeplant, sodass Absolventen genügend Zeit haben, einen passenden Job zu finden und ihre Lebensplanung auf sichere Füße zu stellen.

2. Kredite von Privatpersonen

Zu den häufigsten Kreditgebern in diesem Bereich zählen Personen im Freundes- und Bekanntenkreis. Es ist jedoch auch möglich, sich Geld von völlig fremden Privatpersonen zu leihen. Grundsätzlich ist es dabei wichtig, einen Kreditvertrag zu schließen, da nur so beide Seiten ihre Rechte geltend machen können und auch an ihre Pflichten gebunden sind. Der Vertrag sollte den Darlehensbetrag enthalten, die Zinsen und auch exakte Angaben zu den Rückzahlungsmodalitäten: Auch Privatkredite wollen gut geplant sein. Haben sowohl der Geldgeber als auch der Kreditnehmer den Kontrakt unterschrieben, ist das Geschäft rechtlich abgesichert und beide müssen sich an die darin vereinbarten Verpflichtungen halten.

3. Privatkredite über Vermittler

Recht einfach gestaltet sich die Suche nach einem privaten Geldgeber über Anbieter, die sich als Vermittler zwischen die Kreditsuchenden und die Investoren geschaltet haben. Kreditgeber wie auch Kreditnehmer können sich auf einem virtuellen Marktplatz registrieren lassen. Wer ein Darlehen benötigt, kann eine entsprechende Anfrage stellen, wer Geld verleihen möchte, einen bestimmten Betrag angeben. Anders als bei den Krediten von privat an privat müssen die Darlehensnehmer bei dieser Variante hohe Sicherheitsstandards erfüllen. Eine Identifikation per Post-Ident ist ebenso erforderlich wie das Übermitteln von Einkommensnachweisen.